My way

 

2009:

Im Jahr 2009 verursacht eine Virusinfektion im Wirbelkanal eine Querschnittlähmung. Sabine fängt mit der Reha an und versucht sich erstmals im Wasser. Während ihrer Reha äußert sie noch den Wunsch: "Ich werde einmal zu den Paralympics fahren!" Das es 2012 schon so weit sein wird hatte keiner geglaubt, denn es schien ein weiter Weg!

2010: 

Bei ihren ersten Österreichischen Meisterschaften sichert sich Sabine über 100m Freistil und 100m Brust ihre ersten 2 Staatsmeistertitel. Es sollten die ersten von vielen sein!

2011:

Bei der Europameisterschaft beweist Sabine, dass sie endgültig im Paralympischen Schwimmsport angekommen ist! Mit 2 Finalteilnahmen über 100m Brust (6. Platz) und 100m Rücken (7. Platz) zeigt sie groß auf und startet motiviert in die Vorbereitung auf die ein Jahr darauf folgenden Spiele in London!

2012:

Ein turbulentes Jahr mit ganzem Fokus auf die Teilnahme bei den Paralympics in London mit vielen Vorbereitungswettkämpfen, Trainingslagern und diversen Überraschungen, z.B. Bruch des kleinen Fingers vier Wochen vor London (bei einem Sturz mit dem Rollstuhl) und der Nachricht schwanger zu sein zwei Wochen vor den Spielen. Aber ein Spitzensportler mit einem Ziel vor Augen klärt die Situation ab und macht das Beste daraus.
In London den Einzug ins 100m Brust Finale machen das Jahr unvergesslich, die Medaille mit dem 4. Platz wurde nur knapp nicht erreicht aber der Ehrgeiz umso mehr geweckt.

Nach der Heimkehr aus London wird das Training angepasst an die persönlichen Umstände weitergeführt.

2013:

Bis Februar wird noch geschwommen und im März wird Tochter Luisa geboren. Danach ist eine Pflichtpause von 6 Wochen angesetzt und im Mai 2013 - acht Wochen nach der Entbindung ist die erste Wettkampf- Feuerprobe bei den Staatsmeisterschaften in Eisenstadt.
Die Qualifikation für die WM ist ein Thema, daher folgen 2 Wochen später die Int. Deutschen Meisterschaften in Berlin. Es zeigt sich aber dass es doch recht aufwendig ist mit Kind und Kegel auf Wettkämpfe zu reisen. Zudem nimmt sich Trainer Thomas Rosenberger eine Auszeit und das Interimistische Team ist noch nicht eingespielt genug um es mit einem WM Start aufzunehmen. Somit fällt die Entscheidung sich ebenfalls etwas zurückzunehmen und das Training auf Grundlagen - Ausdauer und Technik zu reduzieren.

2014:

Jänner 2014 war der Startschuß für die Rückkehr in das internationale Wettkampfgeschehen und den Weg nach Rio. Thomas Rosenberger ist wieder voll einsatzbereit und gemeinsam wird den Widrigkeiten nach der Babypause getrotzt. Das Ziel ist es eine Top-Platzierung bei der EM in Eindhoven zu erreichen, auf dem Weg dorthin sind Qualifikationswettkämpfe zu bestreiten. Der erste in Glasgow steht auf Grund einer Schulterverletzung auf sehr wackeligen Beinen, aber dennoch kann über 50m Freistil das Limit klar erbracht werden und die Qualifikation für die EM bestätigt werden. In Split beim nächsten topbesetzten Wettkampf spiegelt sich die gute Arbeit im Training in Bestzeiten und Topplatzierungen wieder.

Im August ist es dann soweit, die EM findet statt und gleich am zweiten Wettkampftag sind die Hauptlage 100m Brust angesetzt. Der Finaleinzug gelingt und am Abend ist das Ziel erreicht - Silber für Sabine. Auch bei den folgenden Wettkämpfen 50m Freistil und 100m Freistil gelingt immer ein Finaleinzug, eine zweite Medaille geht sich aber nicht aus. Dennoch sind auch hier die Platzierungen mit fünftem und achtem Platz und neuen ÖR- Zeiten ein Erfolg.

Mit dem Erfolgsgefühl nach der Silbermedaille geht es nun auf in die neue Saison, den die  Teilnahme an der WM in Glasgow 2015 und den Paralympics in Rio 2016 sind die nächsten Ziele.

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf und so geht es nun mit vollem Fokus auf in die Vorbereitung der nächsten Saison.